Autokauf mit Herz und Verstand
admin April 8th, 2008
Für die Mehrheit der Menschen ist der Kauf eines neuen Automobils eine Angelegenheit, die mit alltäglicher Routine wenig bis gar nichts gemein hat. Dabei ist es unerheblich, ob das Attribut neu im Sinne von fabrikneu gemeint ist oder ob die Umschreibung relativ neu im Vergleich zum aktuellen Vehikel zutreffender wäre.
Es gibt zwei Gründe, warum der Autokauf den Status des Außergewöhnlichen genießt. Zum Einen handelt es sich bei Automobilen um kostenintensive Konsumgüter. Zum Anderen wird die Kaufentscheidung bei Kraftfahrzeugen nicht ausschließlich auf der Basis rein sachlicher Überlegungen gefällt, sondern auch von emotional begründeten Faktoren beeinflusst. Sicher gibt es auch hier die Ausnahme, die allerdings, wie es sich für eine Ausnahme gehört, doch nur die Regel bestätigt.
Die Entscheidung für einen automobilen Neuerwerb, ob er nun direkt von den Fließbändern des Herstellers oder vom Gebrauchtwagenmarkt den Weg in die heimische Garage finden soll, beginnt sehr oft mit dem kritischen Blick auf das eigene Budget. In heutiger Zeit bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, das vorhandene Bargeld zu zählen. Geldinstitute im Allgemeinen und die Banken der Autohersteller im Besonderen offerieren zahlreiche Möglichkeiten, den Traum vom vierrädrigen Neuzugang auch dann zu realisieren, wenn die persönliche Liquidität nicht so ganz zum Kaufpreis des Fahrzeuges passen will. Bonität vorausgesetzt, kann der potentielle Käufer zwischen diversen Finanzierungsmodellen und Leasingangeboten wählen.
Das enorme Angebot an unterschiedlichen Modellen, die wiederum in eine Vielzahl von Modellvarianten untergliedert sind, ist Lust und Last zugleich, zumal sich diese Vielfalt noch mit einer veritablen Anzahl an Marken multiplizier. Lust, weil es durchaus Spaß machen kann, Prospekte zu studieren und durch die Ausstellungshallen der Händler zu streifen. Last, weil die Qual der Wahl nicht immer zu vermeiden ist.
Ein guter Ansatz ist es sicherlich, sich zunächst einmal die unabdingbaren Anforderungen, die an das Auto gestellt werden müssen, ins Gedächtnis zu rufen. Eine vierköpfige Familie mit Hund wird mit dem zweisitzigen Cabriolet nicht gut bedient sein und der Single aus Überzeugung zeigt wahrscheinlich wenig Neigung, sich mit einem Van näher zu befassen. Der Bedarf an Raum für Passagiere und Gepäck ist jedoch nicht der einzige Punkt auf der Checkliste, dem Beachtung geschenkt werden sollte.
Technische Aspekte, wie z. B. die Motorleistung, sollten ebenso mit dem Charakter des Fahrers harmonieren wie andere, eher subjektiv wahrnehmbare Eigenschaften. Zu Nennen wären hier der Fahrkomfort, die Übersichtlichkeit der Karosserie oder ganz einfach nur das Gefühl, wie das Auto „in der Hand liegt“. Eine Probefahrt bringt hier Klarheit.
Last but not least spielen die Betriebskosten des Fahrzeugs natürlich eine bedeutsame Rolle bei der Kaufentscheidung. Es ist nicht der Kaufpreis allein, der berücksichtigt werden muss. Die Kosten für Treibstoff, Versicherungsprämien, Steuern und Wartung werden definitiv anfallen. Eine geschickte Modellauswahl kann durchhaus helfen, die eigene Brieftasche merklich zu entlasten.
Und weil wir alle Menschen sind und keine effizienzoptimierten Computerprogramme sollte das neu erworbene Automobil auch unsere individuellen Ansprüche an Form, Farbe und Ambiente zufrieden stellen. Denn ein Auto wird nicht nur mit dem Kopf gekauft.