Toter Briefkasten – spannend und geheim
Sandra November 14th, 2007
Ein toter Briefkasten hat nichts mit einem Postfach zu tun, in welches keine Post mehr geliefert wird. Auch mit einem defekten Briefkasten hat der Begriff nichts zu tun. Vielmehr ist ein so genannter toter Briefkasten eine Art Nachrichtenzentrum, welches Menschen benutzen, die nicht auf offizielle Weise miteinander kommunizieren dürfen, können oder wollen.
Heutzutage ist ein toter Briefkasten eher die zweite E-Mail Adresse, die man nur Menschen mitteilt, mit denen man im „normalen Leben“ nicht in Mailkontakt stehen will. Auch die Informationspolitik in Nachrichtendiensten wird, wie man es aus zahlreichen Filmen kennt, über so ein Postfach, welches nicht immer ein Briefkasten sein muss, erledigt.
Ein toter Briefkasten ist überall zu finden, auch dort, wo man ihn in keinem Fall vermutet. Während seine „lebenden“ Zeitgenossen an der Hausmauer vor Häusern, im Eingangsbereich von Mietanlagen oder am Gartentor vor der Hofeinfahrt angebracht sind, kann ein toter Briefkasten überall dort sein, wo der Absender und der Empfänger der geheimen Post ihn haben wollen.
Aus den Filmen aus Kino und Fernsehen kennt man die Stellen: Das dicke Telefonbuch in einer abgelegenen Telefonzelle, Mülleimer, aber auch öffentliche Plätze und Wartezimmer bei den Ärzten – eben an solchen Plätzen, auf die man nicht im Träume kommen würde, kann sich ein solcher toter Briefkasten befinden.
Leider benutzen manche Firmen, aber auch Erpresser diese Möglichkeit, um sich lästiger Beschwerden zu entledigen, oder eine Übergabe des erpressten Geldes zu regeln. Ein toter Briefkasten macht für Absender und Adressaten solange Sinn, wie niemand anderes von ihm Wind bekommt, und somit Einblicke bekommt, die nicht erwünscht waren.